Roxy`s Forum

Austausch von Hundehaltern, deren Hunde an einem Osteosarkom erkrankt oder verstorben sind

Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat schon verloren


Erstellung der Informationen: Januar 2010 > UpDate: 15.05.2012

Hallo lieber Leser,

wahrscheinlich bist Du auf diese  Seite gekommen, weil Du für deinen Hund auch die schlimme Diagnose OSTEOSARKOM erhalten hast....

Den Mitgliedern aus Roxys-Forum tut es sehr leid!

Wir wissen leider sehr genau, wie Du dich zur Zeit fühlst und welche Gedanken Dir durch den Kopf gehen und das Du nicht weißt, was Du machen sollst.

Um Dir etwas zu helfen, haben wir diese 1. Hilfe Seite erstellt, die Dir Kurzinfos geben soll.

Uns gingen folgende Gedanken durch den Kopf:


WAS BEDEUTET DIE DIAGNOSE?

Ein Osteosarkom bzw. Knochenkrebs ist ein bösartiger Knochentumor! Zur Zeit gibt es leider noch KEINE Heilungschancen!


WIE LANGE WIRD MEIN HUND NOCH LEBEN?

Leider gibt es darauf keine klare Antwort!

Die Erfahrungen hier im Forum sind sehr unterschiedlich.

Wir haben Hunde, die mit Naturheilkunde (HEEL-Therapie, Mistel-Therapie, Horvi-Therapie oder auch dem "Wundermittel" Artemisinin) behandelt werden/wurden - andere Hunde wurden operiert (Amputation, Limbsparing) oder bekamen eine Strahlentherapie oder ausschließlich ein reine Schmerztherapie oder Kombinationen der einzelnen Therapien.

Einige Hunde haben leider nur wenige Tage oder Wochen überlebt - andere Hunde hatten mehr Glück und lebten Monate oder sogar Jahre bzw. leben noch!

Das Alter der Hunde ist auch nicht ausschlaggebend für die Überlebungszeit - im Forum sind junge Hunde, Hunde im "besten" Alter und alte Hunde gestorben. Obwohl man sagt, dass der Krebs mit Alter durch das verminderte Zellwachstum langsamer voranschreitet......

Warum der eine Hund lange überlebt und der andere Hund schon wenige Tage nach der Diagnose stirbt, darauf können wir Dir leider auch keine Antwort geben -- vielleicht ist es einfach Schicksal..........


ohne OP und ohne Chemo > Überlebungsrate über 2 Jahre - mittlerweile leider gestorben:

Bruni hat den Krebs 2 Jahre, 6 Monate und 16 Tage überlebt (Diagnose 19/01/09, Symptome 1 Woche vorher, Gestorben 05/08/11) - Bruni bekam anfangs Rimadyl und dann nur noch bei Bedarf Schmerzmittel. Wenn ihr Bein mal geschwollen ist, dann bekamm sie Prednisolon....alle Medikamente aber eher selten........

Togo hat den Krebs 3 Jahre und 9 Monate  überlebt (Diagnose 03/05, Gestorben 27/12/08) - er bekam 2 Monate Chemo-Tabl. "Bonefos" - danach nur noch Schmerzmittel: Rimadyl, dann Previcox und zum Schluss Phen Pred.  

Toni hat den Krebs 2 Jahre überlebt (1. Symptome 07/07, Diagnose 02/08, Gestorben 07/09) - er bekam die HEEL-Therapie, Traumeel u. Zeel, Schmerzmittel: Novalgin u. Metacam.   


Amputation ohne Chemo im Dezember 2006 - Odin geht es sehr gut!!!

Odin - 1. Symptome 05/06, Amputation 12/06, seitdem geht es Odin sehr gut! Er wurde mit Mistel behandelt und bekommt aktuell keine Medikamente.


Amputation mit Chemo > Überlebungsrate über 1 Jahr - jetzt verstorben:

Kira ist am 19/05/09 amputiert worden und ist am 24/04/2010 gestorben - sie hat also knapp 1 Jahr gelebt.

Amputation mit Chemo > Überlebungsrate über 2,5 Jahre - jetzt verstorben:

Ivan - hat den Krebs 2 Jahre und 7 Monate überlebt! - Diagnose 01/2009, Amputation 02/2009 mit anschließender Chemotherapie, 02/2011 wurden Metastasen in der Lunge festgestellt - Ivan bekam dann am 18/02/2011 eine orale Chemotherapie, Gestorben 02/08/11

Amputation mit Chemo > Überlebungsrate fast 3,5 Jahre - jetzt verstorben:

Shila - Diagnose 23/12/2008 > OS am Schulterknochen des li. Vorderbeines, Amputation 20/01/2009 mit anschließender Chemotherapie. 10/2010 wurden leider Metastasen in der Lunge festgestellt. Shila ist am 23.03.2012 gestorben - sie ist über 12 Jahre alt geworden und hat das OS fast 3,5 Jahre überlebt!


Limbsparing mit anschließender Amputation nach einem Jahr ohne Chemo > Überlebungsrate über 1 Jahr:

Barney - Diagnose 27/03/08, Gliedmassenerhaltene OP 04/08 wegen Rezidiv Amputation des Beines 05/09 Entfernung eine Lymphknotens wegen Metastasen Mitte 2010 - 02/2011 waren ALLE Kontrollen unauffällig - KEINE Anzeichen von Metastasen oder neuen Tumoren. Barney bekam die kleine Horvi-Therapie und seit der Amputation die Mistel-Therapie.

Barney ist am 9. Februar 2011 an den Folgen eines Pneumothorax gestorben.

 

Diese Erfolgsgeschichten hören sich gut an, aber leider ist die Zahl der Hunde, die gestorben sind sehr viel höher! (auf der Forumsseite sind nur wenige Hunde veröffentlicht).

Es waren Hunde dabei, die nur wenige Tage nach der Diagnose erlöst werden mussten, weil die Schmerzen einfach zu stark gewesen sind.

Zwei Hunde sind innerhalb eines Tages an Komplikationen nach der Amputation gestorben.

Andere Hunde haben einige Wochen oder Monate gelebt  - Es gibt dabei KEINEN Unterschied, mit welchen Mitteln diese Hunde behandelt worden sind....von "nur" Schmerztherapie bis hin zur Amputation und Chemotherapie ist alles dabei.

Bei folgenden Hunden kam es zu einem Bruch des Knochens:

Gina, Feli, Sina, Choco und Kevin -- die Hunde mussten dann auch kurzfristig von ihren Schmerzen erlöst werden.

Amputation ohne Chemo:

Rudi wurde amputiert.....leider bekam er dann noch einen Tumor im Kiefer und starb 5,5 Monate nach OP

Amputation mit Chemo - kann leider auch nicht die Entstehung weiterer Tumore oder Metastasen verhindern:

Lena starb 6 Monate nach Diagnose

Tyson starb 9 Monate nach Diagnose (10 Monate nach Auftreten der ersten Symptome)

Limbsparing (gliedmaßenerhaltende OP) ohne Chemo:

Roxy: Erste Symptome 08/07, Diagnose 11/07, OP 02/08, Euthanasie wegen Lungenmetastasen 21/04/2008 = 5 Monate nach Diagnose (8 Monate nach den ersten Symptomen)

Im Vergleich dazu Barney, der fast 3 Jahre überlebt hat nicht am Tumor gestorben ist > siehe weiter oben und Bericht auf der HP!

Limbsparing (gliedmaßenerhaltende OP) mit Chemo:

Pepper: Diagnose 08/08, Limbsparing 09/08 mit Chemotherapie 3 Zyklen, Euthansie wegen Lungenmetasten 14/12/08 = 4 Monate nach Diagnose


WARUM IST AUSGERECHNET MEIN HUND KRANK GEWORDEN? -- ist es meine Schuld? Habe ich etwas falsch gemacht?

Diese Frage haben sich viele bei uns im Forum gestellt (ich auch) - aber es hat KEIN Hundehalter daran Schuld, wenn der geliebte Vierbeiner Knochenkrebs bekommt!

Es wird zwar oft gesagt, dass man dann falsch gefüttert hat, oder dass der Hund Stress hatte oder evtl. irgendwelchen Strahlen ausgesetzt gewesen ist (TV, Handy o.ä.) .....wenn das wirklich so ist, warum werden dann auch Hunde krank, die NICHTS von den "falschen" Behandlungen "ertragen" mussten?

Warum auch immer der eigene Hund an Krebs erkrankt ist....wir müssen es leider so hinnehmen....es ist ein hartes Schicksal, aber Schuld haben wir nicht!


VIELLEICHT IST DIE DIAGNOSE FALSCH - WIE und WO KANN ICH DAS KONTROLLIEREN LASSEN?

Wenn Du unsicher bist oder Zweifel hast, hole Dir am Besten eine 2. Meinung ein!

Gehe möglichst in eine Tierklinik, die Erfahrungen mit Tumorpatienten haben!

Die Diagnose wir erstellt über Röntgenbilder, CT  oder MRT.

Eine Biopsie ist nötig, wenn Du eine Amputation und Chemotherapie machen lassen willst, damit die passenden Mittel genommen werden.

Hier findest Du Adressen von Kliniken: Kliniken 


HAT MEIN HUND SCHMERZEN - wie erkenne ich Schmerzen? WELCHE MITTEL GIBT ES DAGEGEN?

Hier könnt Ihr alles über Anzeichen von Schmerzen und über den Einsatz von Schmerzmitteln lesen: Schmerzmittel  


WAS KOSTEN DIE UNTERSUCHUNGEN?

Hier findest Du zwei Kostenlisten - die Preise sind nur als Anhaltspunkt zu sehen, da die kleineren Tierarztpraxen oft nur den einfachen Kostensatz nehmen:  Leistungsverzeichniss der TiHo Hannover  und  Gebührenordnung der Tierärzte von 2008 


SOLL ICH DAS FUTTER ÄNDERN?

Die Änderung des Futters wird Deinen Hund nicht heilen!

In herkömmlichen Trockenfuttern ist aber meistens ein sehr hoher Anteil von Getreide, der das Krebswachstum begünstigen kann.

Aus diesem Grund wird eine Futterumstellung auf BARF empfohlen.

auch die Budwig-Diät hat schon manchen Hunden geholfen.

Letztendlich geht es aber darum, dass es Deinem Hund gut geht! Wenn er oder sie das Tro-Fu gerne frisst und an frisches Futter nicht ran will, dann stelle das Futter nicht um!

Hier im Forum sind leider auch viele Hunde, die hauptsächlich mit Frischfutter ernährt wurden und trotzdem ein OS bekommen haben und daran gestorben sind.....das Futter alleine ist also auch nicht der Auslöser!

Infos zur Ernährung bei Krebs gibt es hier: Ernährung   


SOLL ICH OPERIEREN LASSEN? HILFT ES MEINEM HUND? QUÄLE ICH MEINEN HUND? WELCHE THERAPIE SOLL ICH MACHEN?

Diese Entscheidung kann Dir leider kein Mensch abnehmen!

Die obigen Fragen muss man sich immer selbst mit Blick auf seinen Hund (Alter, Gewicht, evtl. Vorerkrankungen etc.) beantworten. Letztendlich wird es dann eine Entscheidung aus dem "Bauch" herraus sein, weil es leider nicht DIE Behandlung beim Osteosarkom gibt!


WIE KANN ICH MEINEM HUND HELFEN?

Das Wichtigste überhaupt ist, dass Dein Hund keine Schmerzen erleiden muss! Achte UNBEDINGT darauf!

Dann schau, dass Dein Hund alles, was ihm oder ihr wichtig ist und was die Lebensfreude und Lebensqualität Deiner "Fellnase" ausmacht weiterhin (evtl. natürlich im kleineren Rahmen) machen kann!

Mache kürzere Spaziergänge.

Statt Ball-Fang-Spiele mache Ball-Such-Spiele.

Sei erfinderisch, damit Dein Hund sich nicht "unnütz" fühlt.

Packe Deinen Hund nicht "in Watte", denn das führt zu Verunsicherungen - natürlich musst Du vorsichtiger sein, aber immer zum Wohl des Hundes!

Versuche selber das Schicksal anzunehmen, denn wenn Du nur in tiefer Trauer bist, dann ist Dein Hund auch traurig oder evtl. verunsichert.

.....und letztendlich:

Wenn Die Schmerzen Deines Hunde nicht in den Griff zu bekommen sind, dann musst Du Deinem Hund den größten Liebesbeweis zu Teil werden lassen und ihn oder ihr bei dem Gang über die Regenbogenbrücke beistehen!

Lass Deinen Hund nicht leiden, nur weil Du Angst vor der Trauer hast!



Hier ist jetzt noch eine sehr umfangreiche: Dissertation zum Osteosarkom



Wenn Du jetzt noch weitere Fragen hast, dann kannst Du diese Fragen gerne im Gästebereich im Forum stellen - dafür musst Du dich nicht anmelden!

Wenn wir Dir helfen konnten oder falls Dir etwas aufgefallen ist, was Dich verunsichert hat,  dann wären wir für ein kurze Nachricht im Gästebereich dankbar, denn nur so können wir die Seite verbessern!


Wenn Du aber auch Interesse an einem Austausch hast oder Dir mal Deine ganze Angst, Verzeiflung und auch Wut über das Schicksal in einem geschützen Rahmen von der Seele schreiben möchtest und Interesse an einer Forumsgemeinschaft hast, dann melde Dich als Mitglied an - die Registrierung ist natürlich kostenlos!

Die Mitglieder in Roxys-Forum sehen sich als kleine Gemeinschaft von Menschen, die um ihre Hunde kämpfen oder gekämpft haben -- einige Mitglieder sind von Anfang an dabei und haben mittlerweile wieder "neue" vierbeinige Familienmitglieder - trotzdem wissen wir immer noch wie schlimm die Zeit gewesen ist.......


Wir wünschen Dir viel Kraft für die kommende Zeit und alles Gute für Deinen Hund!







Abschied heißt, etwas zurücklassen, das man liebt und trotzdem weitergehen, mit der Zuversicht, dass man es in einem anderen Raum, in einer anderen Zeit wiedersieht.
Autor unbekannt
Wir werden euch nie vergessen!




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